Pfarrer Dr. Matthias-W. Engelke (Kairo)

Pfarrer Dr. Matthias-W. Engelke, hier beim Abschluss der Fastenaktion gegen Atomwaffenin Büchel am 9. August 2018
Pfarrer Dr. Matthias-W. Engelke, hier beim Abschluss der Fastenaktion gegen Atomwaffenin Büchel am 9. August 2018
  • Geboren 1957 in Hamburg
  • Abitur in Bonn
  • Studium in Bonn
  • Seit Sommer 2015 im unbezahlten Forschungsurlaub, von 2017-2019 in Kairo, jetzt in Köln

Aktiv im Internationalen Versöhnungsbund / deutscher Zweig; Arbeitskreis Ägypten e. V.

 

Publikationen (Auswahl, friedenstheologische Texte)

  1. Rezension zu Hartwig von Schubert "Pflugscharen und Schwerter", April 2019, [pdf-Dokument]
  2. Zelt der Friedensmacher. Die christliche Gemeinde in Friedenstheologie und Friedensethik, 2019 [weiter / direkt]
  3. Der Kriegsdienst der Militärseelsorge. Das problematische Verhältnis Kirche und Bundeswehr. Dossier W&F 3/2010; Forum Pazifismus Nr. 27/28, 7. Jg. 2010, S. 50-53 [weiter]
  4. Frieden mit dem Militär? Friedenstheologische Stellungenahme. Forum Pazifismus, Sonderheft Mai 2009 [weiter]
  5. Ist die Gewaltfreiheit unverzichtbarer Bestandteil des christlichen Glaubens? epd-Dokumentation Nr. 13/03, 24.03.2003 [weiter]
  6. Die “neuen” Kriege: Darf die Kirche Ja sagen zu “humanitären” Interventionen? epd-Dokumentation Nr. 25/01, 11.06.2001, S.10ff [weiter]
  7. Europa im Krieg - die Evangelische Kirche und ihre Orientierungspunkte. Exodus -ein Modell für die Destabilisierung von Diktaturen. epd-Dokumentation Nr. 26a/99, 21.06.1999 [weiter]
  8. Mitherausgeber der Bücher "Im Sold der Schlächter" und "Die Seelen rüsten" (2019)

Aktuelles

  • Veröffentlicht im April 2020: Die Gewaltfreiheit gehört in den Mittelpunkt von Kirche und Gesellschaft. Zu diesem Thema haben über 120 Fachleute von allen fünf Kontinenten der katholischen Kirche von pax Christi und der Kommission Justitia et Pax über vier Jahre lang beraten, sich zweimal dazu im Vatikan getroffen und 2019 ein Arbeitspapier beschlossen, in dem sie ihre Ergebnisse zusammenfassen. Sie haben sich zunächst mit der Frage befasst, warum Gewaltfreiheit im Zentrum der Kirche stehen soll. Hier wird eine fundierte Friedenstheologie exegetisch und systematisch vorgetragen. Im Anschluss wird beschrieben, welche Konsequenzen dies auch für den Alltag der Kirche hat. Dann aber greift das Dokument aus und formuliert eine Lehre der Gewaltfreiheit. In diesem Zusammenhang befasst sie sich auch mit den Themen Schutzverantwortung und Polizei. Im Internationalen Recht wird Neuland betreten, denn es wird dafür plädiert, sich nicht auf den Krieg zu fokussieren - unter welchen Umständen er statthaft ist (Jus ad bellum) und welches Recht im Krieg gilt (Jus in bello) -, sondern vielmehr zu fragen, wie Kriege und gewaltsame Konflikte verhindert werden können und wie es gelingt, wenn sie ausgebrochen sind, wieder aus ihnen herauszukommen. Sie sprechen darum von Jus in conflicitone, Jus ex bello und von dem Recht, nach Konflikten zu friedlicheren Verhältnissen zu kommen, Jus ad pacem. Diese Schrift (221 Seiten) konnte ich einsehen. Meine Zusammenfassung sowie Auseinandersetzung (28 Seiten) mit einigen Schwerpunkten des Dokuments kann bei mir nachgefragt werden: distelwenk@gmail.com