Ökumenisches Institut für Friedenstheologie / Ecumenical Institute of Peace Theology






RÜCKBLICK: OekIF-Sommerseminar, 20.-22. Juni 2025 in Köln! Titel: Schafe unter Wölfen?! Wie unter den frühen Täufern eine gewaltfreie Bewegung entstand.

Zürich, 21.1.1525: Vor 500 Jahren begann in Zürich mit der ersten Erwachsenentaufe eine Bewegung, die später „der linke Flügel der Reformation“ genannt wurde. Der Täuferbewegung ging es um Nachfolge - und um die Konsequenzen daraus. Bereits im Herbst 1524 schrieb Konrad Grebel an Thomas Müntzer: „Rechte gläubige Christen sind Schafe mitten unter den Wölfen … gebrauchen weder weltliches Schwert noch Krieg.“ In der frühen Täuferbewegung entwickelte sich, auch aus der Erfahrung des Bauernkrieges, ein Konsens in diese Richtung. Darum wurde sie von evangelischen wie katholischen Kirchen und Obrigkeiten erbarmungslos verfolgt. Die Tagung setzt sich mit der Theologie und Praxis dieser geschwisterlichen Kirche auseinander und fragt, was für uns daraus zu lernen ist.


RÜCKBLICK: Unabhängiges ökum. Friedenszentrum mit Friedenssynode, 1.-3. Mai 2025, am Rande des Kirchentages in Hannover. Ort: ver.di-Räume ROTATION, Goseriede 10. Redner*innen: Margot Käßmann, Fernando Enns, Friedrich Kramer, Jochen Cornelius-Bundschuh, Klara Butting und andere. MIT 16 WORKSHOPS. OeFZ-Flyer vierspaltig  | Christlicher FriedensrufEinladung | Plakat | Pressebereich | Reden, Artikel, Berichte | Orange Warnwesten |


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Schöpfung, Gewaltfreiheit, Widerstand
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"Es ist wahr, in diesem blutigen Jahrhundert hat unsere Religion wenig anzubieten, wenig, das nicht vergiftet oder zerbrochen oder missbraucht ist. Aber eines haben wir: unsere Weigerung, Bomben oder Gewehre gegen die Leiber unserer Brüder und Schwestern zu richten, die wir beharrlich Brüder und Schwestern nennen, auch wenn uns ein kriegslüsterner Staat oder eine kriegssegnende Kirche in Feindschaft gegen sie treiben will." (Daniel Berrigan, 1979)


"Wir suchen kein Reich auf Erden, das mit Eisen und Geschütz zu überwinden ist. Unser Schwert ist das Wort Gottes. Die Waffen der Christen sind nicht, damit Städte, Länder und Leute beherrschen und bezwingen, sondern es sind Waffen, damit man das Reich des Teufels zerstört, nämlich das gottlose Wesen im Gewissen der Menschen vernichte und das harte steinerne Herz zerknirsche." (Thomas von Imbroich, 1557)


"Ich appelliere an euch, ihr Theologen! Predigt das Evangelium des Friedens! Verkündigt den Ohren des Volkes immer wieder die Friedensbotschaft! ... Ich appelliere an euch alle insgesamt, die ihr euch des christlichen Namens rühmt! Widmet euch ... dieser einen Frage! Versucht darzulegen, wie mächtig sich die Eintracht der Masse gegen die Tyrannei der Gewalthaber erweist!" (Erasmus von Rotterdam, 1517)


“Es steht geschrieben: ‘Du sollst nicht töten!’ Wir sollen uns des Türken [siehe Anmerkung] und anderer Verfolger nicht erwehren, sondern in strengem Gebet zu Gott anhalten, dass er wehre und Widerstand leiste. Dass ich aber gesagt habe: Wenn Kriegen gerecht wäre, wollt ich lieber wider die angeblichen Christen ziehen, welche die frommen Christen verfolgen, fangen und töten, als wider den Türken..." (Michael Sattler 1527. Anmerkung: Das osmanische Heer rückte damals Richtung Mitteleuropa vor.)


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